Hepatitis-A

Erreger

 

Der Hepatitis-A Virus wird über den Darm ausgeschieden. Charakteristisch für das Erreger, der auch HAV genannt wird, sind seine ausgeprägte Umweltstabilität, hohe Thermostabilität und hohe Desinfektionsmittelresistenz.

Vorkommen

Die Verbreitung reicht von örtlich begrenztem Auftreten von Infektionen bis zu regelrechten Epidemien. In den armen Ländern ist die Durchseuchung der Bevölkerung sehr hoch. Unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg waren in Deutschland 80-90% der Kinder und Jugendlichen infiziert, gegenwärtig sind es 5%. Durch den hohen Hygienestandard konnte die Krankheit in den letzten Jahrzehnten zurückgedrängt werden, was zur Folge hat, dass immer mehr Menschen keine Immunität gegen HAV besitzen. Besonders bei Urlaubsreisen in Ländern mit hoher HAV-Verbreitung kommt es daher häufig zu Ansteckungen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen: Hepatitis-A wird daher auch Reise-Hepatities genannt.

Wie kann ich mich anstecken?

Die Übertragung erfolgt meist fäkal-oral durch Personenkontakt (nach der Toilette die Hände mit Seife waschen!) oder indirekt durch Lebensmittel, Wasser oder Gebrauchsgegenstände. Eine Übertragung der Hepatitis-A durch Blut und Blutprodukte ist möglich, kommt aber sehr selten vor (z.B. mehrmalig genutzte Spritzbestecke bei Drogenabhängigen).

Inkubationszeit (Wie lange dauert es, bis die Krankheit ausbricht?)

15-50 Tage (im Durchschnitt 25-30 Tage).

Dauer der Ansteckungsfähigkeit

Erkrankte Personen sind 1-2 Wochen vor und bis zu 1 Woche nach Auftreten der ersten Krankheitszeichen ansteckend.

Symptome

Die Hepatitis-A verläuft in der Mehrzahl der Fälle komplikationslos. Übergang in chronische Formen wurde nur ausnahmsweise beobachtet. Die Infektion hinterlässt eine lebenslange Immunität.

Therapie

Eine spezifische Therapie gibt es nicht. Falls nötig, kann gegen die Begleiterscheinungen der Erkrankung (Erbrechen, grippeähnliche Symptome) medikamentös vorgegangen werden. Wichtig ist, in dieser Zeit auf Alkohol zu verzichten!

Vorbeugung

Eine Impfung wird für Reisende in gefährdete Gebiete empfohlen. Weiter ist auf besondere Hygiene beim Umgang mit Nahrungsmitteln zu achten.

* Nach Informationen des Robert-Koch-Institutes, Berlin ( www.rki.de). Wir danken auch Frau Dr. Anette Strehlow (ehrenamtliche Mitarbeiterin beim kath. Gefängnisverein), die die Teilnehmer des sozialen Seminars im Juni 2003 exzellent über Infektionskrankheiten informierte.

  




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